1931: Rüge des Ortsvorstandes am 15. Mai 1931 wegen der Backreihenfolge. Es wird durch "die Ortsschelle" bekannt gemacht, dass sich beim Backen an Pfingsten streng an die Reihenfolge zu halten ist, in der die Backwilligen in der Liste am Backhaus eingetragen sind. Wer sich nicht daran hält rutscht auf der Liste an den Schluss. Erwähnt am 12. Sept.
Die Gemeinde Trohe liegt 172,551 m über NN im Tal der Wieseck.
Hinter der Wieseckengung an der Leppermühle verbreitert sich das Wiesecktal, um sich bei Trohe noch einmal zu Verengen. Der Ort liegt am Übergang der vogelsberger Basaltlandschaft zum Gießener Becken. Trohe entstand demnach an einer Engstelle der Wieseck. Diese Stelle war der bevorzugte Weg, um von Rödgen aus die Wieseck Richtung Alten-Buseck oder Wieseck zu überqueren. Ein idealer Siedlungsort.
Fast lupenreine Wohngemeinde am Lauf der unteren Wieseck - Heute Teil von Großen-Buseck
Zu den noch abseits vom Verkehrslärm, beinahe versteckt gelegen, aber freundlichen und vorwiegend modernen Wohnsiedlungen im Landkreis Gießen gehört in hervorragendem Maße die ehemals selbstständige Gemeinde Trohe. Sie hat heute rund 670 Einwohner und stellt damit etwa zölf Prozent der Bürger der Großgemeinde Großen-Buseck (5600 Einwohner), der sie seit dem 1. Oktober 1971 nach freiwilligem Zusammenschluß im Zuge der Gemeindegebietsreform angegliedert ist.
Gemeinde 760 Jahre urkundlich nachweisbar - Heute eindeutige Wohnsiedlung - Modern ausgebaut
Mitten im Busecker Tal, als ein Eckpunkt des Dreiecks Großen-Buseck, Alten-Buseck, Trohe, liegt die Gemeinde am tiefsten Punkt des Tales. 1210 und 1245 wurde sie erstmalig urkundlich erwähnt, und zwar unter dem Namen Trahe, Traha, Draha oder Drahe.
Keine der nach Trohe führenden Straßen und auch die Dorfstraßen - es gab nur die Begriffe "Haupt- und Nebenstraße" - hatten eine Teerdecke. Die Straßenoberfläche bestand aus Schotter und Sand und wurde vom "Straßenwärter" Fritz Wiegel aus Rödgen in Ordnung gehalten.
2 Telefonleitungen führten an Holzmasten von Rödgen aus ins Dorf. Ein "öffentlicher" Anschluss befand sich bei der "Post-Marie" - Familie Otto Schmidt, Alten-Busecker Straße 2, der andere bei Wilhelm Pfaff im Gasthaus "Zur Linde".